FANDOM


Nabooru

Eine typische Gerudo

"Einmal alle 100 Jahre wird unserem Volk ein besonderes Kind geboren. Dieses Kind ist vorherbestimmt, der mächtige Beschützer der Gerudo und der Wüste zu sein. Doch das Herz dieses Kindes wurde mit jedem Jahr verdorbener. Aus dem Kind wurde ein Mann, der um jeden Preis nach Macht hungerte."

- Gerudo, Four Swords Adventure

Er wusste kaum etwas über ihr Volk, aber es kursierten genug Gerüchte in der Welt; Gerüchte von grausamen Kriegerinnen, die ohne Sinn und Verstand Männer mordeten und so unnahbar und unberechenbar wie die Wüste waren.

- aus Dämmerung, Renados PoV

Das VolkBearbeiten

Oasis
Gerudo werden die Bewohner der Gespensterwüste genannt. Sie sind ein Volk, das nur aus Frauen besteht und lediglich einen einzigen Mann in seiner Mitte duldet.

Alle 100 Jahre nur wird ein Junge geboren, der dann zum ihrem König ernannt wird. Ihm folgen sie und leisten ihm Treue. In den meisten Zelda Spielen ist dieser Mann Ganondorf, doch er verfällt der Gier nach unendlicher Macht und hat daher keinerlei Interesse am Stamm.

Die Frauen ähneln sich äußerlich in bestimmten Punkten alle und können leicht von anderen Bewohnern Hyrules unterschieden werden.
Sie haben dunkle, gebräunte Haut, einen gut trainierten Körper, gelbe bis bernsteinfarbene Augen und auffällig rotes Haar.
Das markanteste Merkmal dürfte ihre Nase sein, die bei den meisten Gerudo besonders spitz ist, aber es gibt auch Ausnahmen.

Aufgrund der hohen Temperaturen der Wüste tragen die Frauen nur wenig Stoff. Ballonhosen und kaum mehr als ein breiter Streifen über der Brust stellen ihre Kleidung dar, dazu bewegen sie sich in flachen Schuhen oder gar barfuß fort. Schmuck gehört ebenfalls zu ihrer Bekleidung; je nach Rang innerhalb des Stamms varrieren Menge und Wert.
Des Weiteren ist es oft nur der Anführerin gestattet, Weiß zu tragen.

In Red Bond tragen die Frauen außerdem noch Schleier, wenn sie kämpfen, um sich vor Sandstürmen zu schützen und ihr Gesicht vor ungebetenen Eindringlingen, die sie gefangen nehmen, zu verbergen.

AusbildungBearbeiten

Jeder Gerudo wird die Kampfkunst beigebracht. Sie lernen schon von klein auf, verschiedene Waffen zu benutzen und trainieren vor allem ihre Wendigkeit.

WaffenBearbeiten

Sie benutzen hauptsächlich drei Arten von Waffen.

  • Säbel: die geschwungenen Klingen stellen ihre Haupt- und die Nahkampfwaffe dar. Meistens tragen die Frauen gleich zwei davon und benutzen sie gekreuzt oft als Schild, um Angriffe zu blocken.
  • Glefe: diese Lanzenwaffe dient den Gerudo als Fernkampftwaffe. Außerdem werden Glefen oft von den Wachen benutzt, um Gefangene in Schach zu halten; dabei wird ein enger Kreis um den Eindringling gebildet. Eine einzige Bewegung seinerseits würde in diesem Fall reichen, um sich die Kehle aufzuschlitzen.
  • Pfeil & Bogen: wenn auch nicht weit verbreitet, benutzen Gerudo hin und wieder auch einen Bogen, doch ist das eher selten der Fall.

TrainingBearbeiten

Das Training der Frauen ist hart und fordert seine Opfer.
Ausgebildet werden sie in einer eigens für diesen Zweck geschaffenen Trainingsarena voller Fallen, Monster und Rätsel. Nicht selten findet eine angehende Kriegerin darin den Tod, wer es aber erfolgreich und vor allem lebend hindurchschafft, kann sich als vollwertige Gerudo sehen.

Besonders geschult wird der Spürsinn. Eine Gerudo muss in der Lage sein, bereits kleinste Vibrationen in ihrer Umgebung und auf längere Distanz wahrzunehmen, um Überraschungsangriffe und dergleichen schon von vorneherein vereiteln zu können; daher laufen manche von ihnen barfuß herum.
Außerdem sind sie unheimlich flink und lernen, schnell auf eine veränderte Situation zu reagieren.

ArterhaltungBearbeiten

Da Gerudostämme nur aus Frauen bestehen und ihr König, der einzige Mann unter ihnen, ihnen entsagt hat, müssen sich die Frauen anders um den Fortbestand ihrer Art kümmern.
Aus diesem Grund gibt es immer mal wieder "Männerjagden"; dabei fallen sie in umliegende Dörfer und Städte ein und entführen einige Männer.

In Red Bond beurteilt die Anführerin, wie geeignet die Gefangenen sind und teilt die nützlichen schließlich jeweils einer Gerudo zu. Sie werden lediglich dafür benutzt, einmal mit der erwählten Frau Sex zu haben, danach sperrt man sie weg und richtet sie anschließend (oder auch sofort nach dem Geschlechtsverkehr) hin.
Allerdings gab es in der Vergangenheit immer wieder mal Fälle, in denen sich eine Gerudo entgegen den Traditionen in einen Mann verliebt hat und seinetwegen den Stamm verließ. Diese Frauen gelten fortan als Verräter. Sie werden nie wieder in der Wüste geduldet und mit keinem Wort erwähnt. Zu diesen Frauen zählen unter anderem Oyaras Mutter Sasha und bald auch Oyara selbst. Renado dürfte einer der wenigen Männer sein, die eine solche Jagd überlebt haben.

Mädchen, die aus dieser Zusammenkunft entstehen, werden außerdem nur dann im Stamm behalten, wenn sie hauptsächlich Gerudogene haben. Sehen sie zu sehr nach ihrem Vater aus, werden sie aus der Wüste geschafft und anonym bei anderen Hyrulern untergebracht. Auch Renados Tochter Luda zählt zu diesen ausgesetzten Kindern.

Die GespensterwüsteBearbeiten

Gerudo Desert

Die Wüste mit dem Koloss in der Ferne

Obwohl das Geschehen von Red Bond im Hyrule aus Twilight Princess spielt, beinhaltet die Weltkarte des Landes die Gespensterwüste aus Ocarina of Time.

Die Wüste selbst befindet sich weit im Westen Hyrules. Überwindet man jedoch die Felsen hinter dem Wüstenkoloss und schafft es durch den folgenden Abschnitt - der von Geldmans dominiert wird - gelangt man in einen Teil, der nur wenigen bekannt ist - die Gespensterwüste. Hier leben die Gerudo seit Jahrhunderten zurückgezogen und vom Rest der Welt abgeschirmt.

Ihre Siedlung ist lediglich ein Lager aus Zelten. Hier steht auch die Trainingsarena, doch ansonsten gibt es dort nichts außer Sand.

Desertcolossus

Der Geistertempel

Die Statue der Schlangenfrau, einem abstrakten Abbild ihrer Göttin Din, wachte zu Zeiten von Ocarina of Time über dem Eingang zum Geistertempel. Dieser wurde allerdings ausgebaut und ist heute der Koloss. Die Statue wurde in die sogenannten Spiegelkammer verlegt und ziert das Podest mit dem Schattenspiegel.

Gobera und StallordBearbeiten

Vor Jahrhunderten verehrten die Gerudo zwei mächtige Wesen als Beschützer ihres Volkes - Gobera, einen Dämon, und dessen treuen Diener Stallord. Als Gobera allerdings starb, wurde er im Koloss bestattet; Stallord sperrte man lebend mit ein, damit er seinem Herren auch im Tode zur Seite stand. Irgendwann starb auch er. Sowohl in Twilight Princess als auch in Red Bond wird Stallord von Zant wiederbelebt und gegen Link aufgehetzt.




Red Bond GerudoBearbeiten

  • Amirah: die ehemalige Anführerin des Stamms
  • Ida: Oyaras Nachfolgerin
  • Luda: Renados und Sarayos Tochter. Da sie äußerlich nach ihrem Vater kommt, hat man sie nicht in der Wüste behalten
  • Oyara Amshel: sie ist die aktuelle Anführerin des Stamms und eine Nachfahrin Naborus
  • Sarayo: Oberhaupt der Wachen und Oyara treu ergeben
  • Telma: keine vollwertige Gerudo; es wird aufgrund ihres Äußeren lediglich vermutet, dass sie Gerudo Vorfahren haben muss

TriviaBearbeiten

  • Amirah ist ein orientalischer, weiblicher Vorname und bedeutet "Prinzessin, Führerin"
  • der Zwischengegner aus dem Wüstenkoloss in Twilight Princess wurde Gobera genannt, da sein japanischer Name Gobera no Ken lautet